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Tuju-Stars 2017

Wer bei Tuju-Stars überzeugen will, muss nicht nur turnen und tanzen können. Der Showwettkampf legt besonders großen Wert auf das Gesamtbild. Neben Choreografie und Präsentation gehen auch Kostümierung und Musikauswahl in die Wertung ein.

Rund 130 TeilnehmerInnen zog es am 11. Februar nach Rodgau-Jügesheim, um dort ihre Kreativität und ihr Können unter Beweis zu stellen. Charakteristisch für Tuju-Stars ist, dass „alles erlaubt“ ist. Inhalt und Gestaltung sind kaum Grenzen gesetzt. Vielmehr geht es darum, das Publikum durch eine mitreißende Show in eine fremde Welt zu entführen. Sechs Gruppen aus ganz Hessen präsentierten ihr Können in Rodgau-Jügesheim. Sechs Mannschaften, die die Vielfalt des Wettkampfes repräsentierten. Während die Showtanzgruppe „Liberty“ des ausrichtenden Vereins, der SVGG Weiskirchen, wilde Amazonen im Kampf um die zukünftige Führung verkörperten, zeigte die SG Götzenhain unter dem Titel Karma das Ringen zwischen Gut und Böse. Die Bienchengruppe „Pamoja“ des SC SW Flörsheim entführten die Zuschauer mit viel Charme auf ihre Blumenwiese während die Gruppe „expression“ der TSG Hofgeismar das Publikum mit in die Tiefen des Meeres nahm. Die TG Ober-Rosbach setzte mit ihrer Vorführung „Nimmerland“ auf Akrobatikfiguren, die „Shooting Stars“ der SGK Bad Homburg luden die Zuschauer zu einer Runde Monopoly ein. Die Gruppe verwandelte die 14 x 14 Meter große Wettkampfläche in ein XXL-Spielfeld. Einige berühmte Stationen des Spieleklassikers, so etwa die Alte Oper oder die Schlossallee, veranschaulichten sie mit kurzen Tanzeinlagen.

Regeln gibt es beim Tuju-Stars nur wenige: die Gruppe muss aus mindestens 8 Teilnehmern bestehen, 70 Prozent der Gruppenmitglieder müssen 18 Jahre oder jünger sein und die Darbietung darf nicht länger als fünf Minuten dauern. Da Tuju-Stars ein Showwettbewerb ist, gibt es auch keine festen Wertungsvorschriften. In der Jury sitzen die unterschiedlichsten Personen, etwa Tanzlehrer, Politiker oder Unternehmer. Sie können pro Gruppe maximal zehn Punkte in den folgenden Kategorien verteilen: Originalität und Kreativität, Kostüme und Requisite, Musikalität, Ausdruck und Präsentation, Bewegungsvielfalt, Bewegungsqualität. Die Punktevergabe soll bewusst nach „Bauchgefühl“ geschehen. Den Charakter des Wettkampfes macht auch das große Gruppengefühl aus. Tuju-Stars ist einer der wenigen Turnwettkämpfe, der Inklusion ohne große Hürden möglich macht. Es ist ein Wettkampf, der Breitensport und Spitzensport vereint. Besonders sind auch die Platzierungen. Auf Landesebene gibt es drei „Treppchenplätze“, alle weiteren teilnehmenden Gruppen belegen automatisch den vierten Platz. Die beiden Erstplatzierten qualifizieren sich außerdem für die Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften, die dieses Jahr in Berlin beim Internationalen Deutschen Turnfest stattfinden.

Die Gruppe „expression“ der TSG Hofgeismar konnte nicht nur das Publikum sondern auch die Jury von ihrer Performance begeistern. Sie kreierten eine mystische und beängstigende Unterwasserwelt und erzählten die Geschichte vom König der Meere. Mit ihrer Darbietung sicherten sie sich den ersten Platz und ein Ticket für Berlin. Auch nach Berlin fahren die Zweitplatzierten, die 23 Mädels der SG Götzenhain. Die Gastgebergruppe SVGG Weiskirchen hat die Qualifikation knapp verpasst und belegte den dritten Rang.

Geschrieben von Christiane Schulmayer.